Gemeinsam für ein soziales Erlangen
Isa Paape, Stadtratskandidatin der erlanger linke

Erlanger Rot - Ausgabe 1/2020Gegen Ungerechtigkeiten müssen wir was tun. Am besten gemeinsam.

Soziale Gerechtigkeit ist für mich kein Schlagwort, sondern absolut notwendig für das Zusammenleben von Menschen. Es ist doch skandalös, dass Arbeitslosigkeit, Niedriglohn-Jobs und Kinderarmut zunehmen, während ein anderer Teil dieser Gesellschaft ausschließlich von Vermögen, Eigentum und Aktien lebt (und alles dafür tut, dass das so bleibt). Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich:

Alle haben gute Arbeit, von der man gut leben kann und die nicht krank macht.

Gemeinsam mit GewerkschaftskollegInnen wehre ich mich deshalb gegen Leiharbeit, ungewollte Teilzeit, befristete Jobs, die ständige Drohung der Unternehmer mit Stellenabbau oder gesundheitliche Belastungen bei der Arbeit. Gut finde ich die Forderung der erli, dass die Stadt Aufträge nur an solche Firmen vergeben soll, die mindestens Tariflöhne zahlen.

Alle haben eine gute Wohnung, die nicht arm macht.

Keiner kann sich aussuchen, ob er wohnen möchte oder nicht. Wohnen ist Grundbedürfnis und also Menschenrecht. Die Spekulation mit Grundstücken und Wohnungen muss ausgeschlossen sein, solange auch nur eine Familie oder ein Wohnungssuchender noch auf einer Warteliste steht. Gut, dass die erli die Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus fordert. Ich will, dass nur noch Sozialwohnungen gebaut werden dürfen, solange in Erlangen Menschen auf eine Wohnung warten.

Alle nutzen den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr, im Stadt-Umland-Bereich sogar kostenfrei.

Ich wünsche mir einen ÖPNV, der uns da hinbringt, wo wir hin müssen oder hin wollen, und zwar möglichst schadstofffrei und im Stadt-Umland-Bereich auch kostenfrei. Dabei kenne ich das Dilemma vieler Kolleginnen und Kollegen, in der Stadt keine kostengünstige Wohnung zu bekommen, und auf dem Land dann mindestens ein Auto zu benötigen, um die Arbeitsstelle erreichen zu können. Als Betriebsrätin setze ich mich dafür ein, dass die Betriebe das Jobticket großzügig finanzieren, dass das Job-Fahrrad von den Unternehmen zur Verfügung gestellt oder mindestens teilfinanziert wird, dass die Erlanger Betriebe gemeinsam Verantwortung für möglichst günstige Pendelverkehre übernehmen.

Alle Eltern können eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen - gut erreichbar und kostenfrei.

Immer mehr Großunternehmen in Erlangen stehlen sich aus der Verantwortung für Kindertagesstätten und Ferienplätze. Das ist nicht akzeptabel. Die städtischen Einrichtungen benötigen diese Entlastung dringend, Eltern und Kinder brauchen Verlässlichkeit. Ich finde es prima, dass die erli sich für ein kostenloses Mittagessen in Betreuungseinrichtungen einsetzt.

Wir leben Demokratie, die Spaß macht, weil sie alle ernst nimmt.

Bürgerbeteiligung darf keine Symbolpolitik sein. Sie wird zur demokratischen Gestaltungsmacht, wenn Bürgermeister*innen und Stadträt*innen bereit sind, auch mal einen Konflikt auszutragen gegen die Interessen von ortsansässigen Großkonzernen, gegen die Interessen der bayerischen Staatsregierung oder der Uni und eines Max-Planck-Instituts.

Für soziale Gerechtigkeit: Ich kandidiere auf der Liste der erli, Platz 24.

Isa Paape

Isa Paapebeschäftigt bei Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG in Erlangen, Betriebsrätin und gewerkschaftliche Vertrauensfrau der IG Metall,

langjährige Co-Sprecherin des Erlanger Bündnis für den Frieden,

Gründungsmitglied der erlanger linke;

überzeugt, dass der Kapitalismus notwendige Veränderungen für eine menschliche Gesellschaft verhindert.

Deshalb bin ich Kommunistin in der DKP: Sozial is muss!

zurück